Christian Morgenstern - Gnadenkirche 06.11.2011

 
Autoren des Vereins
Wort & Kunst

lesen seine Gedichte
und eigene Texte


Der Chor „Lampenfieber“
singt unter der Leitung von
Hans-Georg Jaspers


Moderation
Jutta Reyle-Schindlmayr



Tatsächlich schon unser fünfter gemeinsamer Auftritt mit den Literaten und schon der Ruf nach mehr! Man soll  zwar das Publikum nicht mit Repetitionen quälen, aber solchen kommunalen  Kulturgenossenschaften sinnlich ansprechender, ausgefeilter Wort – Ton -  Dramaturgie wohnt doch Zukunftsfähiges inne.

Aber was heißt Wort – Ton?  Mit "Fisches Nachtgesang" haben wir die Kunstform Mimical nach BG  gebracht, glaube ich, auch wenn man sich dabei nicht gerade einer kollektiven Ekstase nähert, oder: Man kommt sich ganz schön blöd dabei vor! 

Aber das tolle Publikum! Versteht eben was davon, versteht, wie Anspruch auch so künstlerisch transzendiert  wird und reagiert punktgenau. Hier ganz anders als in Bonn.

Was sonst? Das Köpfewackeln beim Ping – Pong – Song  leicht  unsynchronisiert,  ein Eckchen hier, ein Stolperchen da, aus der zweiten Reihe wohl besser zusehen als von vorne.
Insgesamt gute Aussichten für die Saison 2012.

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Innere Stimme – Auftritt Deutschlandfest in Bonn

H.G. startete das Dirigat zu Fisches Nachtgesang zwar mit ausholender Geste, aber die publikumsseitig erwartete Korrespondenz zwischen Chorleiter und Chor blieb aus, statt dessen zwanzig stumme Kussmünder im Altweibersommer. Haben wir doch gut hingekriegt, die Interpretation von Morgensterns inhaltsloser Zeichenkette, können wir so für den Gnadenkirchen – Auftritt stehen lassen, der Chorleiter wird mit der Realisierung seiner Idee zufrieden sein, ein Eckstein für das Programm.

 
Und sonst: heiß! Arme Gaby, liefert hitzegedrückt aber mit viel Herz eine  feine Inter­pretation des methaphernhaltigen, lyrischen  Karussellliedes vom Fortgang aus der DDR,  ganz ohne dick aufgetragenes Vergangenheitspathos. Auch der lautmalerische Ping – Pong – Song mit Michaels Schnellsprechgesang war wieder so richtig schön.

Nur die Zuschauer – wie viele waren es denn endlich -?! Wohl keine fünfzig, bei der Masse Mensch im Bonner Zentrum eher ein Reinfall, und die Sch.....  mit dem Handtaschendiebstahl auf offener Bühne , Tropfen von Wermut  in den Grand Cru eines tollen Tages!